Bewusst putzen

Worauf du bei Reinigungsmitteln, Dosierung und Verpackung achten kannst

Reinigungsmittel unterscheiden sich unter anderem bei Inhaltsstoffen, Dosierung, Verpackung und Anwendungsbereich. Wer diese Merkmale vergleichen möchte, kann sich an konkreten Produktinformationen und anerkannten Umweltzeichen wie dem EU Ecolabel orientieren. Das Zeichen wird nach festgelegten Kriterien vergeben; diese betreffen je nach Produktgruppe beispielsweise Inhaltsstoffe, Verpackung und Gebrauchstauglichkeit.


Reinigungsmittel richtig verwenden

Beachte die Dosier- und Sicherheitshinweise auf der Verpackung. Eine höhere Dosierung verbessert das Reinigungsergebnis nicht automatisch. Verwende nur die für die jeweilige Oberfläche vorgesehenen Produkte, mische keine Reinigungsmittel und bewahre sie außerhalb der Reichweite von Kindern auf.


Verpackung und Verbrauch

Konzentrate, Nachfülllösungen oder feste Produkte können den Verpackungsbedarf gegenüber dem jeweils angegebenen Vergleichsprodukt reduzieren. Ob das tatsächlich zutrifft, hängt von Produkt, Dosierung und Verpackung ab. Beachte deshalb konkrete Herstellerangaben, etwa zum Recyclingmaterial oder zur eingesparten Verpackungsmenge. Wiederverwendbare Tücher und eine bedarfsgerechte Dosierung können zusätzlich den Verbrauch von Einwegmaterialien und Reinigungsmitteln begrenzen.


Auswahl bei BIPA

Informationen zu Inhaltsstoffen, Zertifizierungen und Verpackungseigenschaften findest du auf der Verpackung und in den Produktinformationen im BIPA Onlineshop. Produkte mit berücksichtigten Umwelt- oder Nachhaltigkeitssiegeln erkennst du in den Filialen am grünen Preisetikett. Im Onlineshop findest du sie über den Filter „Umwelt- und Nachhaltigkeitssiegel“.

Bild: bi good Küchenreiniger Zitronenmelisse

bi good

500 ml

€ 1,99

 1 l 3,98

Bild: bi good WC-Reiniger Lavendel

bi good

750 ml

€ 2,49

 1 l 3,32

1

Quantity: 1

Diese Inhaltsstoffe solltest du vermeiden

Wer auf Nachhaltigkeit und Gesundheit achten möchte, sollte bestimmte Inhaltsstoffe in Reinigungsmitteln meiden. Dazu gehören:

  • Phosphate: belasten Gewässer und fördern Algenwachstum
  • Chlorverbindungen: wirken oxidierend, reizen Atemwege und sind schlecht abbaubar
  • EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure): schwer biologisch abbaubar, bindet Schwermetalle im Wasser
  • Mikroplastik: gelangt über das Abwasser in die Umwelt und reichert sich in der Nahrungskette an
  • Synthetische Duftstoffe und Konservierungsmittel: können Allergien auslösen 

Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe (INCI) und die Siegel auf der Verpackung hilft, bedenkliche Stoffe zu erkennen und zu vermeiden.


Bewusst putzen mit diesen Hausmitteln

Die gute Nachricht: Für viele Reinigungsaufgaben im Haushalt brauchst du nicht einmal spezielle Putzmittel. Einige einfache, günstige Hausmittel reichen völlig aus – und sind dabei auch noch nachhaltig:

  • Essig: gegen Kalkablagerungen und als Desinfektionsmittel
  • Zitronensäure: ebenfalls wirksam bei Kalk und als Desinfektion
  • Soda: zur Reinigung stark verschmutzter Flächen und als Fettlöser
  • Natron: vielseitig einsetzbar gegen Gerüche, Fett und Verunreinigungen
  • Kernseife oder Alepposeife: als Basis für selbstgemachte Allzweckreiniger
  • Schwarzer Tee: eignet sich z. B. zur Pflege von Holzböden
  • Zitronenschalen: natürlicher Duft und fettlösende Wirkung

Good to know: Diese Hausmittel lassen sich auch kombinieren, um eigene Reinigungsmittel herzustellen – z. B. ein Allzweckreiniger aus Essig, Wasser und etwas Zitronensaft oder ätherischem Öl.

Tipp: Nachfüllpackungen nutzen

Ein weiterer wichtiger Punkt beim nachhaltigen Putzen ist es, Nachfüllpackungen zu nutzen. So reduziert man Plastikmüll, schont Ressourcen – und spart mitunter sogar Geld, da Nachfüllpackungen meist günstiger sind. Außerdem spart man auch Stauraum, da etwa konzentrierte Nachfüllprodukte weniger Platz benötigen.

Neben klassischen Nachfüllbeuteln gibt es mittlerweile auch andere Arten des Refillings:

  • Tabs und Pulver: hochkonzentrierte Reiniger, die in fester Form verkauft und zuhause in einer wiederbefüllbaren Flasche mit Wasser aufgelöst werden.
  • Konzentrate: stark konzentrierte Flüssigkeiten, die man mit Wasser verdünnt, um das Putzmittel herzustellen



Tipp: Waschbare Putzlappen und Co nutzen

Das geht ganz einfach: Anstelle von Einweg-Produkten, die oft auch aus Kunstfasern bestehen, setzt du auf wiederverwendbare Tücher und Lappen aus natürlichen Materialien – also etwa:

  • Baumwolle: ist robust, pflegeleicht und sehr saugfähig. Extra-Tipp: Auch alte Bettwäsche oder T-Shirts können als Putztuch verwendet werden.
  • Bambus: ebenfalls sehr saugfähig und fusselfrei – also ideal für eine streifenfreie Reinigung
  • Zellulose: besonders saugfähig und langlebig, ideal als Spültuch

Pflegetipps für wiederverwendbare Tücher:

  • Wasche sie bei mindestens 60 Grad, um Bakterien und andere Keime abzutöten. Baumwolltücher können auch bei 95 Grad gewaschen werden.
  • Verwende ein mildes Waschmittel und jedenfalls keinen Weichspüler – er kann die Saugfähigkeit und Reinigungsleistung mindern.
  • Verwende keinen Trockner, sondern lass die Tücher an der Luft trocknen.
  • Willst du Geruch entfernen, dann lege die Tücher für einige Minuten in Essigwasser.


Bewusst putzen – Einstieg auf einen Blick:

  • Starte mit einem nachhaltigen Allzweckreiniger – selbstgemacht oder gekauft
  • Verwende alle Produkte, die du aktuell noch zuhause hast, bevor du umstellst
  • Verwende wiederverwendbare Reinigungstücher statt Einwegprodukte
  • Informiere dich über Inhaltsstoffe und achte auf Umweltlabels