Geschirrspüler reinigen – Schritt für Schritt

Praktische Tipps für die Spülmaschinenpflege

Etwa einmal im Monat sollte man den Geschirrspüler gründlich reinigen, damit er zuverlässig arbeitet und unangenehme Gerüche gar nicht erst entstehen. Mit diesen Tipps und Hausmitteln geht das ganz einfach. 

Wahrscheinlich kennst du das: Du öffnest den Geschirrspüler, um sauberes Geschirr auszuräumen, und plötzlich schlägt dir ein übler Geruch entgegen. Häufig kleben nach der Reinigung sogar noch Essensreste an Tellern und Gläsern. Das muss nicht sein! Wir zeigen, wie du deine Spülmaschine regelmäßig reinigst und das Gerät so sauber hältst, dass du dir über solche Unannehmlichkeiten in Zukunft keine Sorgen mehr machen musst.

Warum sollte man den Geschirrspüler regelmäßig reinigen?

Geschirrspüler reinigen klingt vielleicht erst mal verwirrend. Immerhin ist die Spülmaschine doch ständig im Einsatz mit heißem Wasser und Spülmittel, das das Geschirr sauber macht. Doch gerade durch die regelmäßige Nutzung sammeln sich im Inneren nach und nach Ablagerungen und Speisereste, die die Maschine belasten können. Bleiben diese Rückstände liegen, können sie Leitungen und Filter verstopfen, sich im Sieb und an den Dichtungen ablagern und unangenehme Gerüche verursachen.

Hinzu kommen die wechselnden Temperaturen und die permanente Feuchtigkeit, die ideale Bedingungen für Schmutz und Bakterien schaffen. Auch Kalkablagerungen können Probleme verursachen. Deshalb ist es wichtig, den Geschirrspüler regelmäßig zu reinigen, damit er zuverlässig arbeitet und das Geschirr wirklich sauber wird.


Was löst Fett und Ablagerungen im Geschirrspüler?

Schon mal Zitronenschale im Geschirrspüler mitgewaschen? Nein? Dann solltest du das schleunigst ändern. Die Schale sorgt nicht nur für ein angenehmes Duftaroma – Zitrone wirkt auch gegen Kalkablagerungen. Für stärkere Verschmutzungen und Gerüche findest du bei BIPA verschiedene Reiniger – von Universalhelfern wie Zitronensäure, Natron und Essigessenz bis zu speziellen Maschinenreinigern. Im Folgenden haben wir die gängigen Mittel und Methoden für dich zusammengetragen.

Zitronensäure

Zitronensäure gilt schon lange als ein effektives Mittel, wenn es um die Reinigung des Geschirrspülers geht. Besonders Kalkablagerungen lassen sich damit zuverlässig lösen. Sie entstehen vor allem in Gegenden mit hartem Wasser und setzen sich an Heizstäben, Sprüharmen und im Innenraum der Maschine ab. Neben Kalk entfernt Zitronensäure auch Rückstände von Spülmittel und Ablagerungen, die sich mit der Zeit bilden und die Leistung des Geräts beeinträchtigen können.

Für die Reinigung verwendest du etwa 200 ml im leeren Geschirrspüler bei 50 Grad. So bleibt die Maschine sauber und das Geschirr kommt wieder frisch und glänzend aus dem Geschirrspüler. Zitronensäure ist dabei nicht nur günstig, sondern auch biologisch abbaubar und schonend für das Gerät.


(Aktiv-)Natron

Natron ist ein echter Alleskönner im Haushalt und eignet sich hervorragend, um den Geschirrspüler zu pflegen. Einfach 2 bis 4 Esslöffel in der leeren Spülmaschine verteilen und Spülgang starten Eine spezielle Form ist das Aktiv-Natron. Das ist besonders fein gemahlenes Natron (Natriumhydrogencarbonat), das dadurch eine noch höhere Wirksamkeit hat.

  • Es entfernt zuverlässig Fett, Schmutz und Ablagerungen aus dem Innenraum der Maschine.
  • Durch seine basische Wirkung neutralisiert es unangenehme Gerüche und sorgt für frische Sauberkeit.
  • Es ist biologisch abbaubar und frei von Zusätzen.
  • Dank seiner feinen Körnung verteilt es sich besser in der Maschine und löst sich rückstandslos im Wasser auf.

Tipp: Aktiv-Natron kann auch in Kombination mit Zitronensäure angewendet werden, um besonders hartnäckige Verschmutzungen effektiv zu entfernen.


Essigessenz

Gegen Kalkablagerungen, Schmutz und Gerüche kommt auch Essigessenz häufig zum Einsatz. Essigessenz enthält eine hohe Konzentration Essigsäure, die sowohl Verschmutzungen entfernt als auch viele Bakterien und Pilze abtötet. Auch Essigessenz ist biologisch abbaubar. Trotzdem solltest du es sparsam einsetzen, weil die starke Säure bei zu häufiger Anwendung die Dichtungen der Maschine angreifen kann. Verwende Sie außerdem nur in kleinen Mengen (ca. 20 ml) und gib sie nie in das Salz- oder Klarspülerfach, sondern nur in das Pulverfach oder direkt in den Innenraum.


Maschinenreiniger

Während du Zitronensäure, Natron und Essigessenz für verschiedene Bereiche im Haushalt anwenden kannst, sind Maschinenreiniger speziell für den Geschirrspüler gemacht. Sie sind so formuliert, dass sie Fett, Kalk und andere Ablagerungen selbst an schwer erreichbaren Stellen lösen – etwa in den Leitungen, an den Sprüharmen oder in der Wasserpumpe. Die Anwendung ist unkompliziert: Die Maschinenreiniger-Flasche wird im leeren Geschirrspüler kopfüber in den Besteckkorb gestellt. Dann möglichst ein heißes Programm (mindesten 65 Grad) einstellen. Maschinenreiniger sind für eine gründliche Reinigung alle 1 bis 3 Monate gedacht.


Reinigungs-Tabs

Eine einfache Möglichkeit, den Geschirrspüler zu pflegen, sind Reinigungs-Tabs. Sie sind speziell für die Innenpflege entwickelt und wirken gezielt gegen Fett, Kalk und Ablagerungen. Gleichzeitig sorgen sie für einen frischen Duft und beugen unangenehmen Gerüchen vor.

Auch herkömmliche Spülmaschinen-Tabs lassen sich zweckentfremden: Statt damit Geschirr zu reinigen, kannst du einen Tab in die leere Maschine legen und bei hoher Temperatur laufen lassen. Der Effekt ist ähnlich wie bei speziellen Reinigungsmitteln – Ablagerungen und Verschmutzungen werden zuverlässig gelöst.

Bild: BI HOME Anti Kalk Zitronensäure

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Wie reinigt man einen Geschirrspüler? – Schritt für Schritt

Damit dein Geschirrspüler dauerhaft zuverlässig arbeitet und dein Geschirr richtig sauber wird, solltest du das Gerät regelmäßig reinigen. Mit ein paar einfachen Handgriffen lassen sich Essensreste, Fett und Ablagerungen schnell entfernen. So gehst du am besten vor:


1. Sieb und Filter reinigen

Im Sieb am Boden des Geschirrspülers sammeln sich besonders häufig Essensreste oder kleine Papierfetzen, etwa von Marmeladengläsern. Entferne den Siebeinsatz und den Filter, spüle beide Komponenten unter fließendem Wasser ab und nutze eine kleine Bürste und ggf. ein wenig Spülmittel, um hartnäckige Rückstände zu lösen. So verhinderst du, dass die Maschine verstopft oder unangenehme Gerüche entstehen.


2. Dichtungsgummis wischen

Auch die Dichtungen können Schmutz und Fett anziehen. Mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Reinigungsmittel oder antibakteriellen Reinigungstüchern wischst du die Gummis einfach ab. Achte dabei besonders auf die Türdichtungen, damit sie elastisch bleiben und keine Schimmelbildung entsteht.


3. Sprüharme und Besteckkorb prüfen

Die Sprüharme sorgen dafür, dass das Wasser alle Bereiche des Geschirrspülers erreicht. Kontrolliere regelmäßig, ob ihre Düsen frei sind. Kleine Ablagerungen kannst du vorsichtig mit einem Zahnstocher lösen. Bei starker Verschmutzung kannst du die Sprüharme komplett herausnehmen und unter fließendem Wasser durchspülen. Auch der Besteckkorb sollte zwischendurch ausgespült werden, da sich hier oft kleine Essensreste festsetzen.


4. Spülgang mit Reiniger laufen lassen

Einmal im Monat lohnt es sich, einen speziellen Maschinenreiniger oder Hausmittel wie Natron und Essig durch einen heißen Spülgang (mindestens 60 Grad) laufen zu lassen – natürlich ohne Geschirr. Das befreit die Maschine von Fett, Kalk und Ablagerungen und sorgt dafür, dass sie in der Küche nicht zur Geruchsquelle wird.


5. Außenflächen reinigen

Vergiss auch die Außenseite des Geräts nicht. Griffe, Bedienelemente und die Frontfläche werden in der Küche täglich angefasst und können Fett und Schmutz anziehen. Wische sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel ab. So bleibt deine Spülmaschine nicht nur innen, sondern auch außen sauber und gepflegt.


6. Gerät kontrollieren und richtig einräumen

Manchmal liegt es nicht an der Verschmutzung des Geräts, dass das Geschirr nicht sauber wird. Prüfe daher, ob die Sprüharme frei drehen können oder ob ein Teller sie blockiert. Achte außerdem darauf, großes Geschirr unten und kleineres oben einzuräumen. Mit Klarspüler und passenden Geschirrspül-Tabs beugst du Kalkflecken vor und schützt deine Spülmaschine langfristig.

5 Tipps für die Spülmaschinenpflege

Neben der regelmäßigen Reinigung von Sieb, Sprüharmen und Dichtungen gibt es noch ein paar zusätzliche Kniffe, mit denen du die Lebensdauer deiner Spülmaschine verlängern und die Reinigungsleistung verbessern kannst. Diese Tipps lassen sich leicht umsetzen und helfen, Probleme wie Kalk, Schimmel oder Ablagerungen dauerhaft zu vermeiden:

1.     Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen: Besonders in Gegenden mit hartem Wasser ist das wichtig, um Kalkablagerungen an Heizstäben, Sprüharmen und im Innenraum zu verhindern. Prüfe daher regelmäßig den Salzbehälter und fülle rechtzeitig nach – so bleibt dein Geschirr kalkfrei und die Maschine geschützt.

2.     Tür offen lassen: Nach jedem Spülgang solltest du die Tür einen Spalt offen stehen lassen. Dadurch kann die warme Feuchtigkeit entweichen und staut sich nicht im Inneren. So vermeidest du muffige Gerüche und Schimmelbildung und sorgst dafür, dass auch Besteckkorb und Geschirr vollständig trocknen.

3.     Dichtungen einfetten: Die Türdichtungen deiner Spülmaschine sind täglich im Einsatz und kommen mit viel Wasser und Reinigungsmittel in Kontakt. Damit sie elastisch bleiben und nicht spröde werden, kannst du sie hin und wieder mit etwas Vaseline oder einem speziellen Pflegemittel für Haushaltsgeräte einreiben. Das verlängert ihre Lebensdauer und hält die Maschine dicht.

4.     Eco-Programme mit Vorsicht: Sie sparen Wasser und Energie, laufen aber meist bei niedrigeren Temperaturen. Das ist umweltschonend, reicht aber nicht immer aus, um Fettablagerungen oder Bakterien vollständig zu beseitigen. Deshalb solltest du zwischendurch ein heißes Spülprogramm wählen.

5.     Keine Fremdstoffe spülen: Nicht alles, was in der Küche anfällt, gehört in den Geschirrspüler. Materialien wie Wachsreste (z. B. von Kerzen), Holzutensilien, Gummi oder Aluminium können nicht nur das Gerät beschädigen, sondern auch unschöne Ablagerungen verursachen.

FAQ: häufige Fragen zum Thema Geschirrspüler reinigen


Essigessenz eignet sich gut als gelegentliche Reinigungskur für den Geschirrspüler. Bei zu häufiger Anwendung kann die Essenz allerdings Gummidichtungen und Schläuche angreifen. Für die regelmäßige Reinigung der Spülmaschine sind mildere Hausmittel wie Zitronensäure oder spezielle Maschinenreiniger besser geeignet, weil sie die Materialien im Inneren schonender behandeln.

Eine gründliche Reinigung der Maschine sollte etwa einmal im Monat auf dem Putzplan stehen. Dazu gehören ein heißer Spülgang mit Maschinenreiniger oder Hausmitteln sowie das Säubern von Sieb, Sprüharmen und Dichtungen. Kleine Handgriffe wie das Entfernen von Essensresten aus dem Sieb solltest du nach jedem Spülgang erledigen.

Nein. Herkömmliches Spülmittel für Handwäsche schäumt stark und kann die Maschine beschädigen. Verwende deshalb ausschließlich spezielle Reinigungsmittel für den Geschirrspüler wie Spülmaschinen-Tabs, Pulver oder Gel. Diese wirken bei hohen Temperaturen effektiv gegen Fett und Ablagerungen, ohne die Maschine zu beschädigen.

Weiße Flecken entstehen meistens durch Kalkablagerungen, besonders in Gegenden mit hartem Wasser. Abhilfe schaffen Regeneriersalz, Klarspüler und gelegentliche Reinigungsgänge mit Zitronensäure oder einem Maschinenreiniger.